Konsumneurotiker

Frisch drauflos und nachgedacht

Peter Falk ist Columbo

Haben Sie noch eine Frage?

Was macht ein Mann allein, wenn ihm die Wände nichts mehr sagen und die Decke auf den Kopf fällt. Die Versprechungen der Event-Kultur ihn nicht locken. Die Tasse Kaffee seinen Motor nicht befeuert. Eine Flasche Wein kein Lösung ist und überhaupt er in der falschen Zeit lebt?

“Was ist denn heute los mit dir?”

Und unser Mann winkt ab und schweigt bedeutungsvoll. Hartes Brot, denkt er sich.

Das Fernseh bringt nun nix. Aber im Regal stehen sechs Staffeln Columbo-Krimis. Was interessiert ihn jetzt noch sein Befinden.

“Wein ist dicker als Blut”.

Sowieso, wer weiß das nicht. Und schon hat der Winzer Adrian Carsini seinen jüngeren Bruder Rick mit einem schweren Gegenstand erschlagen. Rick beabsichtigte das Land, das Adrian bewirtschaftet, an die Gebrüder Marino zu verkaufen und bringt mit dieser Ankündigung seinen Bruder in der Art in Rage, das der sich also vergißt. In einem Nebenzimmer warten vier Herren, die Adrian zum “Mann des Jahres” vorschlagen wollen und auf einen Spitzenrotwein warten, der zum Atmen in Adrians Büro steht. In diesem Büro ereignete sich das schicksalhafte Ereignis.

Auf Columbo wartet man fast immer sehnsüchtig, denn Peter Falk ist in der Rolle seines Lebens und versöhnt als Inspektor Columbo auch einen von temporärem Weltunwohlsein ergriffenen Lebenslahmen. Adrian Carsini, gespielt von Donald Pleasence, ist großartig. Und zu rühmen ist er in so großartigen Filmen wie “Vierzig Wagen westwärts” als Orakel Jones, als Flight Lieutenant Colin Blythe in “Gesprengte Ketten”, als Ernst Stavro Blofeld im Bond-Film “Man lebt nur zweimal”.

Man hat keine Mühe, die Welt und ihre Krisen zu vergessen. Columbo allerdings muß man allein sehen. Vielleicht folgt da noch eine Begründung, vielleicht aber auch nicht.

 

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Alles passt in einen VW-Bus

Interview mit Achim Püttmann, dem Herausgeber des Konsumneurotikers.

Das Gespräch führte Nadine Wroblewski

Nadine: „Achim, was ist für dich Luxus?“

Achim: „Luxus ist heute wohl ein gutes Fernsehprogramm. Ich bin ja schon älteres Semester. Und wirklich Spannendes oder Entspannendes und Heiteres finde ich selten. Deswegen habe ich mir einen DVD-Player und die kompletten Columbo-Krimis zugelegt. Und ich bin so verrückt geworden und schaue mir an freien Tagen zwei drei an. Und beim Zusehen mache ich meine tägliche Gymnastik.“

N.: „Das ist ein kreativer Umgang mit deiner Zeit.“

A.: „Ich liebe Peter Falk, er ist verschlagen und ungemein witzig. Und meinen Rücken, meine Muskeln muss ich trainieren. Ich sitze ja viel am PC, schreibe Texte und habe 2007 mit dem Gitarrespiel angefangen. Da benötige ich Ausgleich.“

N.: „Du gehst ins Kino?“

„Also schon lange nicht mehr. Ich mag zum Beispiel Western, Rio Bravo und Vierzig Wagen Westwärts. Groß ist Der Clou mit Robert Redford und Paul Newman. Visconti, Der Leopard. Immer liegt da ein interessanter Stoff vor. Große Literatur. Und Hollywood hatte exzellente Drehbuchautoren. Ich habe mich beschränkt und lese keine Veranstaltungshinweise.“

N.: „Verstehe ich das richtig, du verweigerst dich dem Konsum?“

A.: „Das will ich nicht sagen. Es gibt immer ein paar Dinge, die mir ins Auge fallen. Aber ich frage mich, ob ich sie wirklich brauche. In dem Sinne, ob ich sie auch gebrauche. Und natürlich findet sich auch eine marokkanische Holzfigur über meinem Schreibtisch an der Wand. Ein Scherenschnitt meines Sohnes. Ich leiste mir keinen Nippes. So etwas muss man auch sauber halten, also müsste ich mich drum kümmern.“

N.: „Wie dürfen wir uns das bei dir zuhause vorstellen?“

A.: „Das ist eine sehr persönliche Frage. Ich zögere ein wenig. Ich will dir was sagen. Mein Vater war und ist ein begnadeter Handwerker. Ich war häufig mit ihm unterwegs. Trug ihm die Tapetenbücher hinterher und half ihm häufig bei der Arbeit. Sein Geschäft lief gut und die Frauen liebten ihn. Er konnte alles. Moderne Raumgestaltung stand unter seinem Namen auf den Rechnungen, die ich schrieb. Und er war stolz, dass er mehr verdiente als ein Professor.“

N.: „Also du bist sehr früh ans Arbeiten gekommen und hast gelernt mit deinen Händen umzugehen?“

A.: „Richtig. Und wenn Frau Dr. Dutt in ihr renoviertes Eigenheim zog, dann war sie glücklich. Ich habe immer sehr sauber gearbeitet und mein Vater sagte: ‘Jung, ist gut, das kann dir ja keiner bezahlen.’ Aber ich habe viele Haushalte gesehen und man sieht sich um. Um aber auf deine Frage zurück zu kommen. Ich lebe in der Tat bescheiden. Bewohne ein Appartement, darin stehen zwei Schreibtische und ein kleines Schreibmaschinentischchen, das mehr Requisite ist. Eine Musikanlagen, deren Komponenten ich gelegentlich erneuern muss. Reparieren lohnt ja meist nicht.   Doch erst vor wenigen Monaten ließ ich meine Magnat-Boxen, das heißt die Sicken der Basslautsprecher erneuern. Ich mag diese alten Boxen. Wunderbarer Klang.“

N.: „Und sonst findet sich nichts in deinem Appartement?“

A.: „Mein Herz hängt natürlich an meiner Hanika Gitarre. Eine Stehleuchte von Artemide, die  Tolomeo Basculante. Sie begleitet mich an meine Schreibtische, ans Stehpult, das mein Vater für mich hat anfertigen lassen. Die Basculante steht neben dem Notenständer. Ich liebe diese Leuchte. Dann habe ich einen PC, den ich mir 2007 habe zusammenschrauben lassen von einem Freund. Der läuft und läuft. Ich hack da meine Sachen rein. Letztens sagte eine Bekannte, ihr Rechner sei jetzt vier Jahre alt, und nun müsse ein neuer her, obwohl der noch funktioniert. Da wird viel Müll produziert. Das ganze Zeugs geht dann um die Welt. Das ist ein Wahnsinn, was für Müllberge die Konsumgesellschaft hinterläßt.“

N.: „Du bist kritisch.“

A.: „Das muss man auch sein. Die wachsende Weltbevölkerung stellt uns vor große Herausforderungen. Der Verbrauch an Rohstoffen ist immens. Die Zerstörung der Natur frevelhaft. Das Tempo, indem sich die Welt verändert, atemlos. Nimm Ernesto Gismondi, Richard Sapper und Michel de Lucchi, große Persönlichkeiten. Sie haben der Warenwelt entscheidende Impulse verliehen. Ihre Sachen sind sicherlich teurer, haben ihren Preis. Aber wenn man zum Beispiel auf so eine Stehleuchte, wie ich sie gebrauche, spart, dann hat man seine Freude dran. Das ist kein Allerweltsprodukt. Und solche Sachen begleiten einen durchs Leben. Wenn man sich mit den genannten Personen beschäftigt, dann erfährt man, dass sie in anderen Kategorien denken, als nur an das schnelle Geld. Das will natürlich verdient sein, aber in ihren Köpfen hat sich was bewegt. Großartige Leute. “

N.: „Du gerätst ins Schwärmen. Was war dein größter Fehlkauf?“

A.: „Erst letztlich eine kleine Espressokanne aus Edelstahl. Nach vier Wochen hat sich der Henkel gelockert. Ich trug sie zurück, sie wurde repariert und drei Wochen später wackelte der Henkel wieder. Ich weiß nicht, so etwas ist ärgerlich. Da gibt es günstigere Kannen, die einen solchen Mangel nicht aufweisen.“

N.: „Dein beste Investition?“

A.: „Ein Röhrenmikrofon der Firma BPM-Studiotechnik. Ein absolut warmer und differenzierter Sound, sowohl was die Sprache als auch meine Gitarrenaufnahmen angeht. Und ein Schmuckstück, ein Teppich aus Schafschurwolle von Van Den Brink & Campman.“

N.: “Vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast.”

A.: “Bitte gern.”

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Blomus Edelstahl Design

Blomus Design – das sind besondere Produkte, irgendwie lebenslänglich, formschön und aus gebürstetem Edelstahl. Produkte, die sich überall im Hause finden lassen und die einem im  Alltag mit Freude begegnen und praktischerweise äußerst alltagstauglich sind.

Blomus Edelstahl ist schon exklusiv, das darf man sagen. Die Verarbeitung hochwertig. Ganz auf Langlebigkeit sind die Produkte ausgerichtet. Nachhaltig, ein Wort, das heute schnell verwendet wird, hier aber seine Berechtigung hat.

Sicher und besonders vornehm und elegant ist das Blomus Medizinschränkchen fürs Badezimmer. Sicher wegen der abschließbaren Türe aus satiniertem Glas. Seifenspender, Wäschetonnen und Badbehälter aus Edelstahl? Warum nicht. Sie sehen gut aus. Ein Kosmetikspiegel für eine Ihnen nahestehende Dame ist ein sehr freundliches Geschenk.

Schon bald wieder lockt der Frühling. Der Garten beschäftigt uns das ganze Jahr. Und wer im Winter gelegentlich auf der Terrasse sitzt, eingehüllt in eine wärmende Wolldecke, wird sie mögen, die Windlichter und Gartenfackeln, die Feuerstellen und Tischfackeln. Zu jeder Jahres-, Tages- und Nachtzeit schaffen sie wohlige und zauberhafte Atmosphäre.

Tischambiente ist Teekanne und Zuckerdose, bitte eine aus Porzellan. Eine Teekanne, die auf dem Tisch steht, aus der man nachgeschenkt bekommt, wenn man nicht abwinkt. Wasserkaraffen und Espressotassen, Weinregale und Parmesanreibe. Blomus überzeugt durch Ästhetik und exzellente Verarbeitung, durch Zeitlosigkeit und weil Blomus immer auch für jeden Tag ist.

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Visitenkarten wecken die Erinnerung

Das bleibt im Leben nicht aus. Beim Durchforsten meiner Taschen und Behältnisse, den Karteikästchen und Schiebefächern, kommen sie zum Vorschein, die ein- und zweiseitig bedruckten Visitenkarten mit dem hohen Erinnerungswert und dem Hinweis: Bitte melden.

Termin Sprechzeiten: Mo. – Fr. 9 – 12 und nach Vereinbarung. Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Und nicht weit vom Doktor entfernt, der Fahrradladen. Diese beiden Visitenkarten sind die wichtigsten. Der Tag wird groß, wo der Doktor sagt, gut – sehr gut.  Zeit, das Fahrrad dann anzuhalten und weiter. Die mehrfarbige beschichtete Pappkarte mit den Kontaktdaten eines Taxi- und Omnibusbetriebs in einem Ort im Schwarzwald. Auf der Rückseite steht: Reifenservice, Wartungsdienst, Reparaturen aller Art aus einer Hand.

Die erste eigene Visitenkarte. Damals, mein Name, darunter Sales Support, Firmenanschrift, Telefonnummer, email und website.

Telefonnummer der Physikalischen Praxis Kopfhoch im Nachbarort. Alle Kassen und auf ärztliche Verordnung. Auf dem starken Stück Papier steht Wirbelsäulengymnastik, Rückenschule, Extensionen für Hals- und Lendenwirbelsäule und weitere Anwendungen, Heißluft und Fango.
Fotodesign: Landschaft, Porträt und Produktpräsentation. Kontakt zum Fotografen für Hochzeitsfeier, eigene. Sie sagt, er ist der Beste. Die beste Zahnärztin von allen, in einer Gemeinschaftspraxis für Zahnheilkunde.

Klein und handlich, praktisch in Beruf und Alltag  – Visitenkarten. Als  Besuchskarte angefangen, verschafft sie Zutritt und ist im Geschäftsleben nicht nur Geste?

Die Visitenkarte wurde bei Besuch Hoher Häuser an die Empfangsdame des Grafen Bochs, dem Diener der Herzogin von Au übergeben. Die gaben sie mit einer Verbeugung weiter an Frau Fürstin, erhielten aber eben so oft hierfür einen Fußtritt ihrer Hausherrn. Wer eingeweiht war, knickte die Visitenkarte nach einer bestimmten Vorgab. Wer in dieses Zeichen eingeweiht war, erriet den Motiv des Besuchs. Bei höfischen Veranstaltungen rückte der Zeremonienmeister die Brille zurecht und las die Namen der Gäste von deren Karten.

Welche Daten sind üblich?  Name, Adresse, Telefonnummer. Das Firmenlogo, ein Foto, E-Mail Adresse, eine Internet-Homepage, die Geschäftsadresse, die Handynummer. Ein festes und hochwertiges Papier, weich und vielleicht in Büttenqualität. Toll.

Online-Druckereien machen kleine Auflagen möglich. Zu einem günstigen Preis. Online seine eigene Visitenkarte gestalten.  Auch das ist möglich.  Mitarbeiter stehen für Rückfragen zur Verfügung.  Gold- und Silberprägung. Eine Visitenkarte aus Holz für eine Tischlerei, hat doch was und hat es alles schon gegeben.

Schauen Sie mal, was Sie für Visitenkarten im Kästchen haben. Unter der Telefon-Nr. meiner ersten bin ich nicht mehr zu erreichen. Von der es wohl nur noch eine gibt.

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Sprachreisen – die Lieblingssprache fließend sprechen lernen

Es gibt einfach keinen besseren Weg eine Sprache zu lernen, als sich auf den Weg zu machen, um im Land seiner Träume zu leben, zu studieren und zu arbeiten. Um also zu lernen. Wenn Sie den ganzen Tag von Muttersprachlern umgeben sind,  wird man sich alsbald arrangieren. Die Nachrichten in Fernsehen und Radio in der Fremdsprache hören, schult das Gehör. Und auch der Blick in die Zeitschriften und Zeitungen am Kiosk, wo Ihnen kein einziges Wort Deutsch mehr begegnet, da sind Sie in der Atmosphäre der Fremdsprache komplett untergetaucht. Rasch werden Sie ein Gefühl für den Klang der Sprache im Ohr haben. Und es wird dann nicht mehr lange dauern und Sie werden ihre ersten Sätze nachts in der fremden Sprache träumen, denn die Erlebnisse des Tages nimmt der Mensch mit in den Schlaf hinein.

Sie können auf eigene Faust in Ihr Traumland reisen, England, Australien, um Englisch zu lernen. Frankreich, Spanien, Argentinien oder Brasilien. Die effektivste Form, eine Sprachen im Ausland zu erlernen, ist eine Sprachreise. Ob Sie in einem Hotel oder in einer Familie untergebracht werden möchten, entscheiden Sie selbst. Beim familiären Anschluss haben Sie dann auch zum Frühstück und Abendessen die landestypische Atmosphäre um sich und können anfangen, sich zu Hause zu fühlen in Land und Sprache. Darüber hinaus gewinnen Sie einen Einblick in die Küche des Landes. Denn die Kochgewohnheiten und -rezepte spiegeln die Geschichte und die Sprache der Menschen lehrreich wieder.

Normalerweise bieten die Organisatoren von Sprachreisen auch den passenden Unterricht in speziellen Sprachschulen vor Ort an. Sie haben dann die Wahl zwischen Gruppen-, Minigruppen und Einzelunterricht. Zusätzlich gibt es oft Kurse für Spezialvokabular, zum Beispiel Recht oder Medizin. Meistens kann man auch die Unterrichtsarten kombinieren. In vielen Sprachschulen werden speziell zusammengesetzte Gruppen angeboten, in denen Sie dann der einzige Gastschüler aus Deutschland sind. Das ist eine weitere Möglichkeit, sich ganz und gar auf die Sprache, die man so gerne lernt, einzulassen.

Wirklich erfolgreich und intensiv lernt man eine fremde Kultur, ihre Menschen, Gewohnheiten und ihre Sprache also in der Regel mit einer Sprachreisen. Nur wenige Menschen sind die berühmten Naturtalente, denen Vokabeln, Satzbau und Grammatik einfach zufliegen. Leichter lernt es sich in jungen Jahren, als Schüler. Und wer als junger Mensch die Möglichkeit nutzt,  an einer Sprachreise teilzunehmen,  besitzt den Vorteil, seine Sprachkenntnisse im Alltag rasch zu vertiefen. Das gilt natürlich auch für Erwachsene. Man lernt im fortgeschrittenen Alter vielleicht nicht mehr so schnell, aber was einmal gespeichert ist,  bleibt gut erhalten. Der Mensch erfährt Neues sein Leben lang und eine Sprachreise, in Kombination mit einer Rundreise durch das Land seiner Wahl, ist ein herrliches Abenteuer. Besonders beliebt sind derzeit Sprachreisen nach Australien.

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